COVID-19 Anpassung der Kurzarbeit aufgrund des November Lockdowns

Die neue COVID-19-Schutzmaßnahmenverordnung haben die Sozialpartner und das BMAFJ am 01.11.2020 auch zu einer Einigung über Änderungen der geltenden Rahmenbedingungen zur Kurzarbeit veranlasst. Nach aktuellen Informationen sind die folgenden Inhalte Teil der Änderungen:

1) Unterschreitung von 30 % bzw. 10 % Arbeitsleistung

Für Unternehmen, die unmittelbar vom Lockdown betroffen sind (behördliche Schließung), gilt:
  • ÖGB prüft Anträge und gibt innerhalb von 72 Stunden eine Rückmeldung an das AMS; WKO gibt eine Pauschalzustimmung.
  • Anträge auf rückwirkende Absenkung unter 30 % Arbeitsleistung sind für alle Unternehmen möglich.
  • Im November 2020 bzw. für die Dauer des Lockdowns sind 0 % Arbeitsleistung möglich. Dadurch ist auch eine Unterschreitung von 30 % bzw. 10 % Arbeitsleistung zulässig.

2) Wirtschaftliche Begründung

Für Unternehmen, die unmittelbar vom Lockdown betroffen sind (behördliche Schließung) oder die Corona-Kurzarbeit nur für den Monat November 2020 beantragen, ist keine Bestätigung eines Steuerberaters notwendig.

3) Rückwirkende Antragstellung (Beginn der Kurzarbeit 01.11.2020)

Eine rückwirkende Antragstellung für den Beginn per 01.11.2020 ist bis Freitag, den 20.11.2020, möglich.

4) Lehrlinge in Kurzarbeit

Für die Zeit des Lockdowns besteht keine Ausbildungsverpflichtung.

5) Trinkgeldregelung

Für Unternehmen, die unmittelbar vom Lockdown betroffen sind (behördliche Schließung) und deren Beschäftigte von der Trinkgeldpauschalregelung umfasst sind, gilt: Beschäftigte in Kurzarbeit erhalten für den November 2020 bzw. für die Zeit des Lockdowns 100 EUR netto pro Monat (Auszahlung durch das Unternehmen, Vergütung durch das AMS).

Die Richtlinientexte und damit verbundene Details zur Antragstellung bzw. Abänderung bestehender Anträge werden in den kommenden Tagen erwartet. Wir informieren Sie immer nach dem aktuell gültigen Informationsstand der offiziellen Stellen, entsprechend können wir für deren nachträglichen Änderungen keine Haftung übernehmen. Wir werden Sie in diesem Blogbeitrag tagesaktuell über alle weiteren Entwicklungen informieren. 

Quelle: WKO